Kulturelles Erbe Deutschlands

Wenn es um die großen Deutschen geht, wird Beethoven stets in einer Reihe mit Goethe, Schiller oder Bach genannt. Beethovens Schöpfungen gehören zum deutschen Kulturerbe und zum kulturellen Erbe der Menschheit. Das ist der Grund, warum der deutsche Staat, aber auch andere öffentliche Einrichtungen die Forschungsarbeit des Beethoven-Hauses in Bonn nachhaltig finanziell unterstützen und auch die Erweiterung der bedeutenden Sammlung punktuell fördern. Das umfassende private Engagement beweist, wie sehr auch die Bürger ihren großen deutschen Komponisten zu schätzen wissen.

Der Hammerflügel, Ausstellungsstück im Beethoven-Haus Bonn.Wie wichtig dem Bund das Erbe Beethovens ist, zeigt sich in den Initiativen zum 250. Geburtstag. Er ist im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD aus dem Jahr 2014 enthalten: „Der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven im Jahr 2020 bietet herausragende Chancen für die Kulturnation Deutschland im In- und Ausland. Deshalb ist die Vorbereitung dieses wichtigen Jubiläums eine nationale Aufgabe.“ Das Land Nordrhein-Westfalen äußert sich ähnlich: „Unser erklärtes Ziel ist es, dieses Beethoven-Jahr für Bonn, für Nordrhein-Westfalen und für Deutschland zu einem großen Ereignis zu machen.“

Mit dem Beethoven-Haus und dem Beethovenfest sind die maßgeblichen Einrichtungen zur Pflege des Beethoven-Erbes in seiner Geburtsstadt beheimatet. Seit seiner Gründung im Jahr 1889 ist das Beethoven-Haus musikhistorischer Gedächtnisort, Sammlungsstätte, Forschungszentrum und Konzertsaal gleichermaßen. Das Haus hat eine einzigartige Quellensammlung und langjährige Forschungs- und Dokumentationsarbeit zu verzeichnen. In seinem Garten stehen zahlreiche Beethoven-Büsten.

Das Beethovendenkmal, von Franz Liszt mit initiiert.Die Tradition des Bonner Beethovenfestes reicht zurück bis in das Jahr 1845, als zur Einweihung des Beethoven-Denkmals anlässlich des 75. Geburtstages des Komponisten auf dem Bonner Münsterplatz ein dreitägiges Musikfest stattfand. Federführend war dabei Franz Liszt. Er hatte sich auch mit der enormen Summe von 2.666 Talern an den Gesamtkosten des Denkmals von 13.000 Talern beteiligt. Sein heutiges Profil als jährliches Festival - jeweils gut vier Wochen lang im Herbst - erhielt das Beethovenfest 1999.