Wussten Sie...?

Der musikalische Weg 

Zwei bedeutsame Ereignisse haben Leben und Werk Beethovens mitbestimmt:

  • 1770 erhielt Vater Johann die Gelegenheit, in die Musikkapelle der Sankt-Lambertus-Kathedrale Lüttich einzutreten, was er unbedingt wollte. Der Kurfürst widersetzte sich den Transfer – Johann blieb in Bonn. Wären sie umgezogen, dann wäre Ludwig nicht in Bonn geboren, wäre ganz anderen Einflüssen ausgesetzt gewesen, hätte andere berufliche Möglichkeiten gehabt...
  • Maximilian Franz hätte Mozart gern 1785 als Musikdirektor nach Bonn geholt – daraus wurde nichts. Für Beethoven hätte das viele Möglichkeiten mit sich gebracht – aber auch den Nachteil, immer im Schatten des überwältigenden Mozarts zu stehen.

Zwei Sinfonien eng verknüpft

Beethoven komponierte parallel zur fünften eine weitere Sinfonie – seine „Pastorale“, die nur wenige Monate nach Beendigung der „Schicksalssinfonie“ (5. Sinfonie)  im Sommer 1808 fertiggestellt wurde. Dass bei einem Konzert am 22. Dezember 1808 beide Sinfonien uraufgeführt wurden, ist daher kein Zufall. Beide sind denselben Adligen gewidmet und erschienen ein Jahr später mit aufeinanderfolgenden Opuszahlen 67 und 68 im Druck. Darüber hinaus sind sie inhaltlich auf das Engste miteinander verknüpft: Während die „Schicksalssinfonie“ den Kampf des Menschen in Auseinandersetzung mit seinem Schicksal, über das er sich letztlich erhebt, thematisiert, verkörpert die „Pastorale“ Schönheit, Lebensgenuss und Dankbarkeit.

Einfluss Carl Philipp Emanuel Bachs

Beethovens „Coach“ und Mentor war Christian Gottlob Neefe. Er war seit 1782 Hoforganist in Bonn. Neefe war stark beeinflusst von Carl Philipp Emanuel Bach – was er an Beethoven weitergab. Seine Arbeiten formten bei Beethoven die Überzeugung, dass gute Musik der unendliche Ausdruck des ganz und gar Individuellen ist.