Sonate für Klavier | Waldstein-Sonate

Sonate für Klavier (C-Dur) op. 53 – Waldstein-Sonate

1803-1804, Ferdinand Ernst Graf von Waldstein gewidmet

Als Beethoven seine 1805 im Druck erschienene Klaviersonate in C-Dur dem Grafen Waldstein widmete, war er längst ein anerkannter Künstler. Schon 1801 hatte er seinem Freund Franz Gerhard Wegeler nach Bonn berichtet: "meine Komposizionen tragen mir viel ein, und ich kann sagen, daß ich mehr Bestellungen habe, als es fast möglich ist, daß ich machen kann. auch habe ich auf jede Sache 6, 7 Verleger und noch mehr, wenn ich mir's angelegen sein lassen will, man accordirt nicht mehr mit mir, ich fodere und man zahlt, du siehst, daß es eine hübsche Lage ist".

An diesem Erfolg war Ferdinand Ernst Graf von Waldstein (1762-1823) nicht unbeteiligt. Waldstein war nicht nur ein einflussreiches Mitglied des Hochadels, er war auch begeisterter Musiker und komponierte selbst. Kein Wunder, dass er sich schnell für den hochbegabten jungen Musiker interessierte und ihn förderte. Auf Waldsteins Fürsprache hin erhielt Ludwig van Beethoven 1792 ein kurfürstliches Stipendium zum Studium bei Haydn in Wien. Aber Waldstein ermöglichte Beethoven nicht nur die Wienreise. Wahrscheinlich empfahl er den jungen Musiker auch dem Fürsten Karl Lichnowsky, mit dem zusammen er die Militärakademie besucht hatte. Dieser adelige Kontakt legte den Grundstein für Beethovens Erfolg in Wien. (Textquelle: Beethoven-Haus Bonn)